Drei Fragen zur denkmal 2022

Bald ist es wieder soweit. Dann findet die denkmal auf der Leipziger Messe statt. Drei Tage Gespräche, Ausstellungen, Live-Handwerk, Vorträge und Tagungen.

Im Vorfeld haben wir mit Felix Wisotzki, Kommunikationssprecher Presse/PR der Leipziger Messe, über die diesjährige denkmal gesprochen. Besten Dank für das Interview.

1. Warum wird das “Bürgerschaftliche Engagement” auf der denkmal 2022 präsentiert?

Ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement haben eine essenzielle Bedeutung in der Denkmalpflege, denn ohne diesen tatkräftigen und leidenschaftlichen Einsatz könnten viele Projekte gar nicht umgesetzt werden. Auch gesellschaftlich ist diese Form der Unterstützung enorm wichtig, denn sie trägt dazu bei, dass sich Menschen mit Kulturerbe auseinandersetzen und identifizieren. Als europäische Leitmesse ist die denkmal die Plattform, auf der entsprechende Aktivitäten präsentiert und kommuniziert werden können. Der gemeinsame Austausch bietet die Möglichkeit, zusätzliche Unterstützer für die eigenen Projekte zu gewinnen, Erfahrungen auszutauschen und neue Ideen und Impulse zu bekommen. Für kleinere Initiativen und Privatpersonen sind insbesondere die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und der BHU – Bund Heimat und Umwelt gute Anlaufstellen auf der denkmal 2022 – beide Institutionen besitzen einen reichen Erfahrungsschatz in der Realisierung von Projekten in Denkmalschutz- und pflege.

2. Was sind die NGO-Stände und wie können Organisationen davon profitieren?

Für NGOs bieten wir Sonderkonditionen in Form eines vergünstigten Preises für einen 6 Quadratmeter großen Info-Stand an. Noch sind Plätze frei – interessierte NGOs können sich also nach wie vor anmelden. Für die Organisationen lohnt sich eine Teilnahme vor allem aufgrund der zahlreichen Networking-Möglichkeiten. Denn die denkmal ist der Ort, an dem sich die komplette Branche aus dem In- und Ausland trifft. Eine wichtige Rolle in Ausstellung und Fachprogramm spielt in diesem Jahr vor allem das immaterielle Kulturerbe, da hier NGOs ein wesentlicher Antreiber sind, um ein lebendiges Kulturerbe zu erhalten. Im Fokus stehen beispielsweise Themen wie Friedhofskultur, Orgelbau und Bauhüttenwesen.

Bereits für die denkmal 2022 angemeldete NGOs sind unter anderem die Interessengemeinschaft Bauernhaus e.V., die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung KiBa), das Denkmalnetz Sachsen, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die Kulturstiftung Leipzig und die Leipziger Denkmalstiftung.

3. Wie wird das Thema Nachwuchsförderung behandelt?

Die Nachwuchsförderung ist seit vielen Jahren ein Dauerbrenner in der Branche, denn Fachkräfte werden händeringend gesucht. Wir wollen jungen Menschen auf der denkmal zeigen, wie spannend und vielfältig die Welt der Denkmalpflege und Restaurierung ist. Bei uns kann sich der Nachwuchs anschaulich über die zahlreichen Möglichkeiten informieren und an vielen Stellen auch selbst Hand anlegen. Spezielle Angebote sind darüber hinaus unsere Lebenden Werkstätten, die Jugendbauhütten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die Projekte der European Heritage Volunteers und „Pegasus – Schulen adoptieren Denkmale“. Außerdem wird es im Fachprogramm einen Themenblock geben, der sich speziell mit der Frage der Nachwuchsförderung beschäftigt und gemeinsam mit verschiedenen Partnern realisiert wird. Neben Unternehmen sind auch Aus- und Weiterbildungseinrichtungen mit eigenen Ständen vertreten und bieten direkte Anlaufstellen – beispielsweise die Bauhaus-Universität Weimar, die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig, das Europäische Institut für postgraduale Bildung (EIPOS) und WINGS Wismar International Graduation Service.

Weiterführende Informationen zur denkmal, den Ausstellern und dem Programm erhalten Sie ab August 2022 auf www.denkmal-leipzig.de.